Tag 113 (6) Mealhada – Coimbra

Hotel so lala, Frühstück ok. Das Wetter ist heiter bis wolkig. Dann lasst uns loslegen.

Eukalyptus bei Vimeira südl. Mealhada

Schon die ersten Kilometer zeigen, dass Portugal nicht nur aus Städten und Dörfern besteht. Auf kaum befahrenen Nebenstraßen geht es durch Mischwälder mit riesigen Eukalyptusbäumen und Kiefern und durch Landschaften mit grünen Wiesen und Weinfeldern. So haben wir es uns vorgestellt. Ab und zu mal ein kleines Dorf. Einfach schön.

Wenn einmal die blauen Pfeile nicht eindeutig sind, fragen wir die Leute auf der Straße. Der eine sagt links, die andere rechts. Allzuviel scheinen die Einheimischen vom ruhigen Weg nach Fatima, oder in umgekehrter Richtung nach Santiago, nicht zu halten. Ein Blick auf den GPX-Track auf dem Handy bringt Klarheit. Einfach geradeaus weiter.

Die Leute auf der Straße haben auch recht. Sie verweisen nur auf den Weg, den die Portugiesen so gerne gehen, entlang der Hauptstraße, der IC2. Für viele einheimische Pilger zählt das Ziel, nicht der Weg. Und es muss schnell gehen, deshalb gehen sie oft nachts wenn der Verkehr etwas nachlässt und dann noch mit sehr wenig Gepäck. Der Rest einschließlich Verpflegung wird im Begleitfahrzeug transportiert.

IC2 Santa Luzia

Auch unsere Etappe führt uns heute auf einer kurzen Strecke entlang der Nationalstraße. Wir sind froh, dass nach ein paar hundert Metern der blaue Pfeil nach rechts zeigt. Es geht durch ein Dorf. Die Sonne scheint, es ist warm und das macht durstig. In einer kleinen Bar gibt’s ein Sagres Limaõ, ein Radler mit Zitronengeschmack. Das erfrischt und löscht den Durst.

Strelizien in einem Vorgarten in Santa Luzia

Am Ende des Dorfes sind schon die Häuser von Coimbra zu erkennen. Das sind aber noch einige Kilometer. Dichte Wolken ziehen sich zusammen. Wenn das auf uns zukommt, werden wir nass. Jetzt heißt es Einkehrschwung, das nächste Restaurant befindet sich gerade auf der anderen Straßenseite, oder weiter marschieren. Es sind ja nur noch ein paar Kilometer und allzu schlimm wird es schon nicht werden. Wir entscheiden uns fürs Weiter. Hundert Meter später erwischt uns schon ein heftiger Schauer. Umkehren? Nein! Es sind nur noch zwei Kilometer bis Coimbra. Etwas nass, zum Glück nur von außen, erreichen wir das heutige Tagesziel.

Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind ziemlich schlecht, der Portugiese sagt mau. Wir brechen deshalb ab und nehmen den Bus nach Fatima. Unser Auto steht noch wohlbehalten in der Tiefgarage des Anjo de Portugal. Eineinhalb Stunden später sitzen wir in unserem Wohnzimmer.

Strecke ca. 22 km (heute wieder alles zu Fuß)

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