Tag 74  (15) Najera – Santo Domingo

Beim Frühstück im Hotel treffen wir Ute aus Duisburg. Krankheitsbedingt mußte sie 3 Tage pausieren. Krank zu sein auf dem Jakobsweg ist nicht schön, aber im Hotelzimmer doch besser zu ertragen als in einer Herberge mit 20 Betten in einem Raum. Ach ja, wir gönnen uns mal wieder ein Hotel, der Preis ist akzeptabel, das Zimmer sauber und geräumig und das Frühstücksbuffet für 5 € ist ausgezeichnet. Darauf wollen wir nicht verzichten und starten deshalb erst kurz nach halb neun.

Lissy und Moritz holen uns ab und wir starten wieder zu viert gen Westen.Noch im Ort holt uns Ute ein, ab sofort sind wir heute zu fünft.Von Moritz erfahren wir, dass Vito in der Herberge einen jüngeren Italiener getroffen hätte, mit dem er vor einer Stunde losmarschiert sei.

Am Ortsende geht es kräftig bergauf. Da ändern auch die rund 5° Außentemperatur nichts daran, dass man gleich zum Start schon kräftig ins Schwitzen kommt. Oben angekommen breitet sich eine weite in sonnenbeschienene hügelige Landschaft aus.

Nach einer Stunde erreichen wir die erste Ortschaft, die letzte Möglichkeit für lange Zeit Brot, Wasser und sonstigen Proviant zu besorgen. Die Landschaft hat sich wieder mal verändert. Den noch kahlen Weinfeldern folgen jetzt weite grüne Wiesen und Felder.

Langsam kommt der kleine Hunger auf, aber weit und breit keine Möglichkeit sich niederzulassen und zu essen. Noch ein Aufstieg und die Hoffnung, dass sich oben eine entsprechende Möglichkeit findet.Wir werden nicht enttäuscht. An einem schönen Picknickplatz mit toller Aussicht besteht sogar die Möglichkeit Getränke, Früchte und Süßigkeiten auf Spendenbasis zu bekommen. Und Vitor und der junge Italiener sind gerade am Aufbrechen. Eine kühle Cola, ein frisches Bier, etwas Obst haben wir uns jetzt verdient und ergänzt unser Vesper perfekt.
Nach ausgedehnter Mittagspause geht es noch durch eine Golfanlage. Leider ist nur ein Teil der zugehörigen Häuser bewohnt und der Zahn der Zeit nagt schon kräftig an den vielen leerstehenden Immobilien. Da hat sich wohl jemand kräftig verspekuliert.

Noch fünf Kilometer bergab und wir erreichen unser heutiges Ziel, Santo Domingo. Auch die Quartiersuche stellt uns kaum vor Probleme. Lissy, Ute, die nach ihrer Krankheit ganz schön geschafft ist und Moritz finden eine günstige Pilgerherberge und wir zwei „Alten“ lassen uns in einem Hostel nieder.

Beim Wäsche waschen treffen wir uns an einem Waschsalon. Viele bekannte Gesichter sehen wir wieder, doch leider ist Chem, wie schon gestern, nicht dabei.

Strecke 21,2 km

Dankeschön an unsere Familie, Freunde und an alle die den Blog lesen fürs in Gedanken mitpilgern, fürs Aufmuntern. Manchmal kommen wir an unsere physischen und psychischen Grenzen. Da tut es dann gut, Eure Kommentare zu lesen.

2 Gedanken zu „Tag 74  (15) Najera – Santo Domingo“

  1. Hallo ihr zwei . Sieht ihr schon Licht am ende des Tunnels ¨!!!!!!!!! Burgos .Hoffen euch gehts guet, und eure Etappe wird in guter Erinnerung bleiben. Grüsse Peter und Luzia

    1. Hallo ihr zwei Züricher,
      danke, wir sehen das Licht. Nachdem wir gut in der Zeit sind, überlegen wir gerade, ob wir noch etwas weitergehen. Entschieden wird am Samstag in Burgos.

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