Tag 114 (1) Coimbra – Rabaçal

Lange überlegten wir, wie wir die letzten ca. 200 km bis Escravilheira angehen wollen. Auf dem portugiesischen Jakobsweg und der Strecke über Fatima, diese sind zum großen Teil identisch, sind die Übernachtungsmöglichkeiten nicht so nach meinem Geschmack. Also ein Matratzenlager bei der Feuerwehr muss ich mir mit meinen fast 68 Jahren nicht mehr antun. Roswitha hat damit weniger Probleme. Sie kennt diesen Weg ja schon aus eigener Erfahrung. Vor ein paar Wochen fuhren wir eine neuen, selbst zusammengestellte Route ab. Es wäre ein Küstenweg von Coimbra über Nazare und Obidos. Hier wären wir verstärkt auf Touristenquartiere angewiesen gewesen. Und das neun mal. Das ginge ganz schön auf den Geldbeutel. Alternative: Wir machen das mit dem Fahrrad. Mit drei Übernachtungen wäre das zu schaffen gewesen. Doch mit unserem neuen Wohnmobil ergibt sich eine ganz andere, sehr komfortable Lösung:

Gestern fuhren wir nach Coimbra und verbrachten die Nacht neben sicherlich 20 weiteren Wohnmobilen am Strand des Mondego. Der Camper bleibt heute früh dort stehen und wir brechen gegen halb acht auf in Richtung Fatima. Mit gerade mal 3-4 kg Gepäck, der größte Anteil davon ist Wasser, erreichen wir ein Cafe mit einer tollen Aussicht auf Coimbra. Jetzt dürfen wir das auch erfahren, wie leicht und komfortabel es sein kann, ohne großen Rucksack zu pilgern.

Mit der Routenbeschreibung mach ich es mir heute mal einfach. Soviel muss aber doch noch sein. Es war zwar eine lange aber eine unserer schönsten Etappen, die wir auf unserem Weg von Ostfildern bis hierher erleben durften. Es hat alles gepasst. Herrliche Landschaften, kaum Asphalt und 20 Grad bei leicht bewölktem Himmel. Nur manchmal gab es einen frischen Wind, der uns vom Pause machen abhielt. Nach rund acht Stunden Gehzeit liegen jetzt 31 km hinter uns und wir sind frisch geduscht. Wie war das möglich? In Rabaçal angekommen, gab’s im Cafe noch einen Tosta mixta und ein kühles Imperial. Die Wirtin organisierte uns ein Taxi, welches uns nach Coimbra zurück brachte. Nach einer halben Stunde stiegen wir in unsere eigenen vier Wände und fuhren nach Ansiao, unserem morgigen Ziel. Jetzt noch ein paar Fotos von einer wirklich schönen Etappe.

Strecke 31,0 km

2 Gedanken zu „Tag 114 (1) Coimbra – Rabaçal“

  1. Hello roswitha and wolfgang, I wish your all the best way to get home again. Good luck and this comes from Conrad from Sydney.

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