Tag 121 (2) Finale: Campelos – Escravilheira

Die Nacht war ruhig. Mit unserem Womo stehen wir direkt neben einer Tankstelle mit Cafe. Das nutzen wir aus und holen heute unser Frühstück ans Bett. Das Wetter ist wie erwartet, nicht zu warm und blauer Himmel. Ein toller Rahmen für unsere finale Etappe.
Nur ein paar Schritte und wir verlassen das Dorf nach Südwesten. Auf Erdwegen geht es durch Felder und Wälder. Auch hier treffen wir auf Bauern, die ihr Land bestellen. Andere sind immer noch mit Rodungen entlang der Ortsstraßen beschäftigt, eine vom Staat verordnete Maßnahme auf Grund der vielen Waldbrände im vergangenen Jahr.

See bei Campelos

Wir erreichen die Straße Torres Vedras – Lourinha. Unser Weg führt entlang dieser stark befahrenen Hauptverkehrsstrecke. Zum Glück sind es nur wenige hundert Meter bis es wieder durch einen Wald nach A dos Cunhados geht. Ein schöner Park mit angrenzendem Womo-Stellplatz lädt uns zu einer frühen Mittagspause ein. Ganz in der Nähe arbeitet Claudia, eine liebe portugiesische Bekannte, die sehr gut deutsch spricht und uns schon des Öfteren hilfreich zur Seite stand. Auch heute hilft sie uns spontan. Sie bietet an uns nach Campelos zu fahren um das Wohnmobil hierher nach A dos Cunhados zu bringen. Heute Abend haben wir es dann nicht mehr so weit um es von zuhause aus abzuholen. Gesagt, getan.

Nachdem das Auto abgestellt ist geht es ohne weiteren Aufenthalt auf Feldwegen Richtung Ziel. In einer Bar gibt es dann doch noch eine kleine Rast. Jetzt, nach der Gemeindegrenze des Nachbardorfes unseres portugiesischen Domizils, darf es dann schon mal ein Bierchen sein. Zudem ist es bereits nachmittags.

Lange halten wir uns in der Kneipe nicht auf. Das Ziel ist schon nah. Die Vorfreude darauf ist groß. Eine Ziegenherde führt uns nach Silveira. Dort geht es vorbei an Christels Haus. Viele Kommentare von ihr auf diesem Blog spornten uns die letzen rund 3.000 Kilometer des Öfteren an. Eine kleine Einkehr ist da obligatorisch.

Ziegen auf Tour

Und jetzt die letzten Kilometer auf einer Strecke, die wir schon häufiger zu Fuß gemacht haben. Hinunter zum Bächlein Rio Sizandro, entlang des staubigen Wirtschaftsweges, auf dem uns so mancher Autofahrer schon so oft eingestaubt hat und über den Holzsteg, den ich selbst in Open Street Map kartiert hatte. Die letzten Meter auf den seit ein paar Jahren asphaltierten Wegen hinauf nach Casal da Pinheiro. Von hier sehen wir auch schon unser Dorf Escravilheira. Jetzt noch über die Hauptstraße drüber. Wir sind da, wir haben es geschafft, von Tür zu Tür. Ein tolles Gefühl.

Geschafft: Von Tür zu Tür

Strecke 25,6 km

Ein Gedanke zu „Tag 121 (2) Finale: Campelos – Escravilheira“

  1. Liebe Roswitha, lieber Wolfgang,
    Ihr habt es geschafft, ich gratuliere euch ganz herzlich zu dieser unglaublichen Leistung. Es war auch für mich ein spannendes Erlebnis. Die Berichte waren so mitreißend, dass ich den Weg miterleben könnte. Danke!
    Christel

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